Empfindung

 

Es ist an der Zeit.

Der Mensch muß nun endlich in seine Kraft kommen. Es bleibt keine Zeit mehr für halbgares Hin oder Her.
Geistig muß der Mensch nun wieder werden, oder er wird den innerlich und äußerlich stattfindenden Umwälzungen nicht standhalten können. Wir sind Geist.

Geist bedeutet weder Gespenst noch Intellekt/Gehirn/Gedankentätigkeit, wie der Begriff heute in letzterem verfremdet angewendet wird, sondern bezeichnet unseren ewigen Wesenskern, der aus dem Reich des Lichtes stammet. Wir s-i-n-d Geist – Menschengeist.


Das Geistige ist das einzige wirklich lebendige in uns, während der sichtbare und der unsichtbare Teil der Stofflichkeiten nur leblose Hüllen sind, die erst einer zusätzlichen Be-Lebung bedürfen. Diese Belebung führen wesenhafte (Natur)Kräfte aus, doch w-i-e diese Ausformung aussieht und in welcher Art/Qualität sie stattfindet, entscheidet wiederum der lebendige Geist – also wir!
Dies betrifft nicht nur die äußerste sichtbare – mit den 5 Körpersinnen erfassbare – Welt, die Grobstofflichkeit, sondern ebenso die Ebenen, in der sich unsere Gedanken und Gefühle manifestieren. Diese Gedanken und Gefühle werden zu lebendigen Gebilden, die je nach ihrer Beschaffenheit die feinere Stofflichkeit formen, welche wiederum wie eine Matrix der Grobstofflichkeit vorausgeht.

Hier versteht man erst, warum so viele Weisheitslehren und -philosophien auf die Beherrschung der Gedanken hinweisen.


Aber der Geist wiederum als lebendiger Licht- und damit Lebensträger geht alledem voran und wirkt somit inhaltsgebend auf sämtliche Lebensbereiche.
Geist zeigt sich durch das Gemüt, welches nicht mit Gefühl oder Phantasie zu verwechseln ist, durch die ureigensten tiefsten Empfindungen die in einem Menschen als erstes aufsteigen, noch bevor der Verstand sich seine eigene Meinung über etwas zurechtbauen kann.
Geistige Werte sind das einzige was der Mensch tatsächlich sammeln, kultivieren und ausbauen muß um zu voller Entfaltung gelangen zu können, denn nur diese Werte sind von gleicher ewiger Natur. Die meisten dieser echten Werte gelten heute in einer „modernen“ Welt fatalerweise als überholt, altbacken und unmodern. Kaum ein Mensch, der erahnt, wessen er sich da berauben lässt, und diejenigen die tief in sich schmerzhafte Verwunderung ob so vieler gesellschaftlicher Fehlwüchse spüren, werden oft von einer lauten Masse die alles zu wissen meint wieder zum schweigen gebracht. So zart nur ist das kleine Flämmchen eigener Intuition… doch es kann und muß wieder groß und stark werden, damit es hell leuchte und im wahrsten Sinne das Licht wieder aufgehe.

Aller Druck, alle Schwere, die auf der Menschenseele lastet, wird erst durch die Wiederbelebung unseres Geistes und durch sein Handeln im Einklang mit den kosmischen Gesetzmäßigkeiten abfallen können. Nicht eher!

Ich frage mich da – werden die Menschen nicht irgendwann einmal überdrüssig, die ganze Zeit nur alles im Außen anzuklagen und zu glauben, daß die Beseitigung der sichtbaren Mißstände zu einer Besserung führen würde? Radikal ehrlich gesagt: das glaubten die Menschen unter Hitler auch…
In Wirklichkeit wurde aber nie etwas besser sondern es trat stattdessen nur eine Veränderung der äußeren Form auf, die die Menschen für einzige Zeit für wahre Verbesserung hielten, bis sie deren gleichgebliebene Hohlheit auf’s neue erkannten … und wieder waren die Anderen daran Schuld, die, die die Wünsche und das Sehnen des Volkes nicht erfüllten …

so ist es heute genau das gleiche Bild wie schon vor Jahren, Jahrhunderten, womöglich Jahrtausenden: die Politiker sind Schuld, die Ausländern sind Schuld, die Reichen, die Armen, die Linken oder die Rechten, etc. pp. … und jeder weiß immer alles besser als die Anderen, schreit lauter, klagt an und – unternimmt doch nichts wahrhaftig Sinnvolles, weil er es nicht besser weiß, oder besser gesagt, nicht wissen will.

Gewiss, niemand der halbwegs sehenden Auges ist, kann oder soll die heutigen desaströsen Zustände leugnen und es wäre sicherlich falsch, sie nicht anzusprechen, nicht darüber aufzuklären und die Fehlhandlungen etablierter Personen nicht deutlich zu machen und zu kritisieren. Keine Frage.
Aber um tatsächliche und fruchtbare Änderungen herbeizuführen, bedarf es noch eines viel tiefergreifenden Handelns, und hier ist der Punkt, wo der Mensch geistig ansetzen muß: in seiner ihm innewohnenden geistigen Schöpferkraft sowie der daraus folgenden völligen Selbstverantwortung für alle seine Schöpfungen, also für jeden einzelnen Gedanken, jedes Gefühl wie überhaupt jede Regung, die in ihm auftaucht und welche er damit in die Welt hinaussendet.

Wer sich diese – notwendige – Selbstbemeisterung zur Aufgabe macht, der wird an einem Punkt einsehen müssen, daß es gar keine Zeit für Schuldzuweisungen im Außen gibt, weil noch so viel im eigenen Keller aufzuräumen ist.

Nichts – aber auch gar nichts! – von den schlimmen Zuständen jedweder Art, von Beherrschung, Ausbeutung, Versklavung und Kontrolle durch Dunkelmächte bösartigster Natur wäre jemals realisierbar geworden, hätte der Mensch nicht selber dem Dunkel immer wieder auf’s Neue die Hand gereicht. Von sich aus kann das Dunkel nichts bewirken, es ist kraft- und leblos, solange der Mensch ihm keine Kraft und damit Macht gibt. Ebenso wie die Relativierung alles Bösen/Falschen durch eine lediglich vom Menschen erfundene Schein-Polarität von Richtig-Falsch / Licht-Dunkel nur eine Lüge ist.
Alleine im Licht liebt Kraft und damit Leben. Und diese perfekten Lebensbedingungen und -hilfen umgaben uns von Anfang an… so ist jedes Übel letzten Endes eine Eigenkreation.

Niemand ist aber bereit, seinen eigenen Anteil am Desaster zu suchen und sich die entscheidende Frage zu stellen: wie erschafft oder entfernt man denn überhaupt die Resonanzfelder, daß z.B. politische Zustände wie sie aktuell vorherrschen entstehen können? Das ist alles kein Spiel des Zufalls, und so sehr nun die Politiker, wenn wir mal bei ihnen bleiben, für ihre eigenen Taten verantwortlich sind, so stark haben erst die Menschen selber, auch die, die nun anklagen, die Resonanzen hierfür erst mit in’s Leben gerufen. Wie? Durch Nichtbeachtung der Schöpfungsgesetze.

Denn, vereinfacht formuliert, nützt es nichts, wechselnde Pflanzen zu säen, wenn der Ackerboden als solcher doch niemals umgegraben wird. Dieser Ackerboden kann nur in jedem einzelnen Menschen durch dessen Einsicht und Arbeit an sich selber in Richtung eines großen Bewußtseinswandels vollzogen werden… und viele Äcker in vielen Einzelmenschen werden ganz naturgemäß ab einem gewissen Zeitpunkt einen gänzlich neuen großen Acker hervorbringen müssen auf dem dann die alten Pflanzen von Natur aus nicht mehr wachsen können.

Erst, wenn der Mensch die Demut wiedergefunden hat, sich seinen eigenen Anteil einzugestehen, dann wird das Neue und Gute tatsächlich entstehen können. Da sich die Menschheit leider in der Geschichte als äußerst starrsinnig gezeigt hat, darf man wohl davon ausgehen, daß der harte Aufprall auf den Boden noch kommen m-u-ß, um wenigstens ein paar Wände zum Einstürzen zu bringen.

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Und nun, lieber Leser — falls Du es bis hierhin geschafft hast 🙂 möchte ich Dir noch etwas wichtiges sagen: all‘ das gerade Gesagte soll keine Schuldzuweisung sein, sondern ein etwas deftigerer Hinweis auf Deine eigene schöpferische Kraft in Dir. Du bist kein Opfer und musst Dich nie wieder so fühlen! Erwecke Deinen Geist, so daß er sich mit dem Lichte des Lebens wiederverbinden kann und achte streng auf die unbedingte Reinheit in allem, was Du tust, sagst, denkst, fühlst, empfindest.
Der innige Wunsch, nach dem Guten zu streben, ist ganz natürlich und nur verschüttet, er birgt eine gewaltige Schubkraft in sich und es vermag nichts und niemand, Dich davon abzuhalten, in klarster Einfachheit diesen umkomplizierten Weg zu gehen. Du musst es nur wollen und tun, alle Anlagen dazu sind bereits in Dir und es bedarf überhaupt keiner komplizierten Hilfsmittel, die Dir vielleicht jemand verkaufen oder aufschwatzen will. Auch, was denn tatsächlich objektiv richtig oder falsch ist, weißt Du tief in Deinem Inneren ohne weiter darüber nachdenken zu müssen.
Lasse Dich nur von niemandem zu etwas Anderem überreden als dem, was Dein Herz Dir sagt, und Du erweckst damit wieder das Feuer Deines Geistes und fängst an, zu leben.

Denn die Wahrheit ist, wie der Weg zu ihr, ganz natürlich und damit einfach – alles wirklich Große ist einfach und darin erhaben.


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Dichtung

Aurora

Glanz des Morgenlichtes!
Göttin der Morgenröte!

Sanft wie mit
Dem Kuss einer Wimper
Und unbeirrbar gleich
Dem Drängen erster Wellen
An den Gestaden der Musen
Regt sich Dein Strahlenkreis
Das schlafend Grau zu bannen

Mit anfangs rosenschöner Milde
Erhebt Dein ehrenvolles Haupt
Sich bis zu vollem Brausen
Deiner Lebewärme
Wie ein rosaschimmernd Gruß
Aus weltenfernen Landen.

Sonniger Hauch, der den Morgen beglückt!
Lauteres Flammengesicht!
Welch‘ Mensch kann Dich fassen?
Wessen unermeßlich Größe Künderin
Magst Du sein?